Schlagwort: Kulturwandel

  • Unternehmenskultur in Echtzeit messen

    Unternehmenskultur in Echtzeit messen

    Der Unternehmenskultur wird zu Recht eine immer grössere Relevanz beigemessen. Sie wird als die DNA einer Organisation bezeichnet, und es gibt so viele Unternehmenskulturen wie es Unternehmen gibt. Doch was macht eine positive Unternehmenskultur aus? Wie kann sie eigentlich gemessen und wie verbessert werden?

    In diesem Artikel stelle ich eine innovative Messmethode vor, welche den konventionellen Mitarbeiterbefragungen klar überlegen ist. Sie ermöglicht es Unternehmen und Unternehmensbereichen, mit minimalem Aufwand und geringen Kosten die Unternehmenskultur quasi in Echtzeit zu messen, frühzeitig Trends zu erkennen und gezielt spezifische Verbesserungsmassnahmen zu implementieren.

    Die Unternehmenskultur

    Bei einer Kultur handelt es sich um gemeinsame Werte und Überzeugungen. Im Unternehmenskontext kann dies gemeinsame Normen und Werte bedeuten, ein gemeinsames Verständnis der Unternehmensstrategie, eine bestimmte Art der Kommunikation und des Umgangs miteinander, etc. Oftmals wird die Unternehmenskultur auch beschrieben mit: Wie wir die Dinge hier tun.

    In einer positiven Unternehmenskultur identifizieren sich die Mitarbeitenden mit der Unternehmensstrategie und den Unternehmenswerten. Sie setzen sich aktiv für den Erfolg des Unternehmens ein. Der gute Umgang unter den Mitarbeitenden und Vorgesetzten ermöglich es ihnen, sich ohne Angst vor negativen Konsequenzen einzubringen, ihre Meinung zu äussern, Prozesse und Produkte kritisch zu hinterfragen, Ideen einzubringen und auf Probleme in der Organisation hinzuweisen. Dafür erhalten sie Wertschätzung. Sie zeigen eine hohe Treue und Einsatzbereitschaft gegenüber ihrem Arbeitgeber und sind bereit, Höchstleistungen zu erbringen. Die positive Unternehmenskultur zeigt sich nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern manifestiert sich auch gegen aussen. Sie wird von Kunden und von potenziellen Mitarbeitenden wahrgenommen und stellt einen signifikanten Wettbewerbsvorteil, unter anderem in der Gewinnung von Talenten, dar.

    Eine positive Unternehmenskultur schafft die Grundlage für das Teilen von Information und somit organisationales Lernen und für Innovation. Sie ermöglicht es einem Unternehmen, das Potenzial seiner Mitarbeitenden vollständig zu entfalten und führt dazu, dass das Unternehmens-Know-How nicht die Summer der Mitarbeitenden-Know-Hows sondern ein Vielfaches davon wird.

    Wenn die Unternehmenskultur eine so wichtige Rolle spielt, möchten wir unbedingt wissen, wo wir mit unserem Unternehmen stehen. Doch wie können wir Kultur messen?

    Unternehmenskultur messen

    Viele Unternehmen führen jährliche oder zweijährliche Mitarbeiterbefragungen durch, um die Mitarbeiterzufriedenheit und die Unternehmenskultur zu messen. Diese Art der Befragung hat jedoch zahlreiche Nachteile:

    • An der Befragung teilzunehmen, bedeutet für die Mitarbeitenden einen hohen Zeitaufwand.
    • Die Befragung ist eine Momentaufnahme und unterliegt einer hohen Anfälligkeit auf äussere Einflüsse.
    • Die Auswertung der Antworten dauert lange und liefert eine überwältigende Menge an Informationen. Der Transfer top-down in die Organisationseinheiten nimmt viel Zeit in Anspruch und allfällige Massnahmen können erst lange nach der Befragung getroffen werden.
    • Zwar können die Resultate der Befragungen verglichen werden. Wegen des grossen, dazwischenliegenden Zeitraums ist es jedoch schwierig, die Wirksamkeit konkreter Massnahmen isoliert zu analysieren. Die Gründe für eine Verbesserung, ausbleibende Veränderung oder sogar eine Verschlechterung bleiben unklar.
    • Statische Befragungen über mehrere Jahre werden der heutigen Dynamik im Unternehmensumfeld nicht mehr gerecht.

    Abbildung: Beispielfrage einer FRIDAY6-Umfrage

    Die Lösung bietet hier die Kollaborationsplattform LutherOne mit ihrem Modul FRIDAY6[1]. Bei FRIDAY6 handelt es sich um ein Instrument zur Mitarbeiterbefragung, welches mit wöchentlichen, intelligenten Mini-Umfragen, bestehend aus sechs Fragen[2] (Aussagen, welche auf einer Likert-Skala von 1-10 zu bewerten sind) arbeitet. Die Fragen stammen aus einem Fragenpool von 100-120 Fragen zu verschiedensten Themenbereichen und werden den Mitarbeitenden individuell zugewiesen. Die einzelnen Fragesets unterscheiden sich also, und die Mitarbeitenden erhalten wöchentliche andere Fragen. Die Beantwortung der Fragen dauert 1-2 Minuten und kann bequem am Computer oder Smartphone erledigt werden. Das Management erhält so wöchentlich ein umfassendes Bild über die Situation im Unternehmen und in den verschiedenen Geschäftsbereichen. FRIDAY6 bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, wovon einige nachfolgend erläutert werden:

    • FRIDAY6 kann in hohem Umfang auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden.
    • Die Resultate der der Umfragen werden wöchentlich in einem umfassenden Management-Cockpit Dieses weist zahlreiche für die Unternehmenskultur relevante Dimensionen – Unternehmensklima, Leadership, Vertrauen, Engagement, Kundenfokus, Strategie, etc. – auf. Im Cockpit ist einerseits der Status-Quo dargestellt, und andererseits sind die entsprechenden Trends sichtbar.
    • Die benutzerfreundliche Präsentation und Handhabung und der sehr geringe Beantwortungsaufwand gewährleisten eine hohe Umfragebeteiligung über die Zeit.
    • Durch die engmaschige Befragung und die klar strukturierten Dimensionen, können spezifische Entwicklungsfelder identifiziert und gezielt verbessert werden. Die Wirksamkeit der Verbesserungsmassnahmen kann innert weniger Wochen gemessen werden, und es kann rasch korrigierend eingegriffen werden.
    • Die regelmässigen Umfragen führen per se schon zu einer Verbesserung der Unternehmenskultur. Die Motivation der Mitarbeitenden steigt dadurch, dass sie sich aktiv einbringen können. Dieser Effekt wird weiter dadurch verstärkt, wenn sie spüren, dass sie auf Gehör stossen, und ihr Feedback zu Verbesserungen in der Organisation führt.
    • Eine reduzierte Form des Management-Cockpits ist für alle Mitarbeitenden einsehbar und schafft Transparenz und Vertrauen.

    Abbildung: Management-Cockpit der FRIDAY6-Plattform — Beispiel-Dashboard (Testplattform)

    FRIDAY6 schafft optimale Voraussetzungen zur Messung der Unternehmenskultur und zur Initiierung des kulturellen Wandels. Durch die zahlreichen Dimensionen sind Unternehmen in der Lage spezifische und kleinere Massnahmen zu ergreifen, ohne sich dabei in der Komplexität der kulturellen Herausforderungen zu verlieren. Gerade in der heutigen Zeit, welche durch ständigen Wandel geprägt wird, ist dies unerlässlich.

     

    Konnte ich Ihr Interesse wecken? Nehmen Sie mit mir Kontakt auf, gerne bespreche ich mit Ihnen, wie Sie die Kultur in Ihrem Unternehmen in Echtzeit messen und kontinuierlich weiterentwickeln können!

    safety & risk solutions GmbH, Tel. +41 76 343 44 09 oder e‑Mail fabian.landherr@safetyrisksolutions.ch

     

     

    [1] Das Modul FRIDAY6 ist eigenständig verfügbar. Es besteht also kein Zwang, noch weiter Module der Kollaborationsplattform LutherOne zu implementieren.

    [2] Für kleinere Organisationen besteht die Möglichkeit, anstelle von FRIDAY6 mit wöchentlichen sechs Fragen auf die monatlichen 16 Fragen von Monthly16 zu setzen, was zwar den Auswertungszyklus verlängert, aber qualitativ bessere Resultate liefern wird.

  • Mit psychologischer Sicherheit herausragende Leistungen erzielen!

    Mit psychologischer Sicherheit herausragende Leistungen erzielen!

    Das Umfeld, in welchem sich Unternehmen bewegen, ist einer stetig hohen Dynamik unterworfen. Nicht nur im Bereich der (System-)Sicherheit sondern auch im täglichen Wettbewerb sind Unternehmen gezwungen, sich immer wieder neu erfinden. Sie müssen sich Veränderungen anzupassen, mit Unsicherheit umzugehen, omnipräsente Komplexität erfolgreich zu bewältigen und in Situationen der Mehrdeutigkeit rasche Entscheidungen zu treffen (VUCA[1]) um sich gegen ihre Konkurrenten erfolgreich behaupten zu können.

    Mitarbeitende aller Stufen sind bei der Erfüllung ihrer Aufgaben mit denselben Herausforderungen konfrontiert. Sie sind meist nicht mehr nur ein Zahnrädchen im System, welches sich im vorgegebenen Takt einen spezifischen, genau definierten Handgriff ausübt, sondern sind mit dynamischen Situationen konfrontiert und tragen aktiv zur stetigen Verbesserung – sei dies im Bereich Innovation oder Sicherheit/Risikomanagement – des Systems bei. Mitarbeitende sind also nicht länger nur Ressourcen, welche eine klar abgegrenzte Aufgabe erfüllen, sondern eine wichtige Informationsquelle innerhalb eines Unternehmens, welche die Voraussetzung für stetiges Lernen und eine stetige Weiterentwicklung der Organisation darstellen.

    Um diesen Beitrag leisten zu können, muss die Grundlage einer hohen psychologischen Sicherheit gegeben sein[2].

    Das psychologisch unsichere, toxische Arbeitsumfeld

    In einem toxischen Arbeitsumfeld können sich Mitarbeitende aus Angst vor negativen Konsequenzen nicht offen äussern und halten Informationen zurück. Das Arbeitsklima ist von Misstrauen geprägt. Sie versuchen, wenn immer möglich, Fehler unter den Teppich zu kehren, um sich nicht zu exponieren. Wissen wird als Macht betrachtet und nicht mit Kollegen geteilt. Führungskräfte erfahren mich mehr, was in der Firma vor sich geht. Das System verstummt und «funktioniert» nur noch, wobei von Funktionieren bei nachträglicher Betrachtung eigentlich nicht mehr die Rede sein kann. Es besteht eine hohe Gefahr, dass das Unternehmen unbemerkt in eine Krise rutscht. Durch den fehlenden Wissenstransfer wird die notwendige Weiterentwicklung des Unternehmens im Keim erstickt.

    Das psychologisch sichere Arbeitsumfeld

    Ein psychologisch sicheres Arbeitsumfeld ist geprägt von persönlichem Respekt und Wertschätzung. Mitarbeitende fühlen sich sicher und motiviert, sich aktiv einzubringen und Informationen zu teilen, sei dies in Form Ideen oder von Berichten über Probleme/Fehler. Sie fürchten sich dabei nicht vor negativen Konsequenzen. Es findet eine positive Zusammenarbeit statt, und die Teams zeichnen sich durch ausgezeichnete Leistungen aus. Der Unternehmung stehen motivierte und inspirierte Mitarbeitende zur Verfügung, welche ihren Kollegen vertrauen und sich aktiv in die Weiterentwicklung der Organisation einbringen. Das Innovationspotential der Organisation kann voll ausgeschöpft werden. Konflikte innerhalb von Team werden positiv genutzt und als bereichernde Chance gesehen, von verschieden Perspektiven zu lernen und vorwärts zu kommen.

    Eine bei Google durchgeführt Studie identifizierte fünf Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Teams. Hierbei handelt es sich um (1) psychologische Sicherheit, (2) klare Rollen und Verantwortungen innerhalt des Teams, (3) verlässliche Kollegen, (4) persönlich sinnstiftende Arbeit und (5) die Überzeugung eine Wirkung zu entfalten. Die psychologische Sicherheit kristallisierte sich hierbei als weitaus wichtigstes Element heraus, welches die Grundlage für die anderen vier Schlüsselfaktoren bildet[3].

    Die Vorteile hoher psychologische Sicherheit

    Die Vorteile hoher psychologischer Sicherheit sind vielseitig und auf allen Ebenen innerhalb einer Organisation zu spüren. Es handelt sich hierbei unter anderem um:

    • Erfüllung im Beruf und damit verbunden eine hohe Loyalität der Mitarbeitenden gegenüber dem Arbeitgeber
    • Erwiesenermassen signifikant bessere Team-Performance
    • Konstruktive Nutzung von Konflikten mit dem Ziel der Verbesserung
    • Verbesserter Informationsfluss innerhalb des Unternehmens, welcher die Grundlage für eine lernende Organisation bildet
    • Eine positive und inspirierende Unternehmenskultur, welche eine ausgeprägte Risiko- respektive Sicherheitskultur ermöglicht
    • Verbesserte Resilienz des Unternehmens
    • Erhöhtes Innovationspotential des Unternehmens

    Führt man sich die obenstehende – noch lange unvollständige – Liste zu Gemüte, so kann es sich eigentlich kein Unternehmen leisten, die psychologische Sicherheit nicht weit oben auf die Agenda zu setzen. Ein toxisches Arbeitsumfeld richtet einen immensen Schaden in Form von täglicher Ineffizienz, hoher Personalfluktuation, verpasster Innovation bis hin zum Untergang von Unternehmen aufgrund einer Krise oder dem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Die Verbesserung der psychologischen Sicherheit kann hier den entscheidenden Unterschied machen.

     

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    [1] Volatilität (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Mehrdeutigkeit (Ambiguity)

    [2] Psychologische Sicherheit wird allgemein als eine Arbeitsatmosphäre bezeichnet, in der sich die Menschen ausdrücken und sie selbst sein können. Spezifischer kann man sagen, dass Mitarbeitende, die am Arbeitsplatz psychologische Sicherheit erfahren, sich ermuntert fühlen, Bedenken und Fehler zu äussern.

    [3] https://rework.withgoogle.com/blog/five-keys-to-a-successful-google-team/